Elektrotechnik im SHK · Motoren und Antriebe
Anlaufstrom
Kurzzeitig erhöhter Strom beim Einschalten eines Motors, Transformators oder anderen elektrischen Verbrauchers.
Anlaufstrom
Einfach erklärt
Beim Start braucht ein Motor oft ein Mehrfaches seines normalen Betriebsstroms. Sicherung und Schaltgerät müssen diesen kurzen Strom aushalten.
Fachbeschreibung
Beim Asynchronmotor ist im Stillstand keine Gegeninduktion vorhanden; der Strom wird durch Impedanz begrenzt. Dauer und Höhe hängen von Motor, Last, Startverfahren und Netz ab. Direktstart, Stern-Dreieck, Sanftstarter und Frequenzumrichter unterscheiden sich. Auch Kondensatoren und Schaltnetzteile können hohe Einschaltströme erzeugen. Schutzgeräte müssen Kurzschluss schützen, dürfen aber beim normalen Start nicht unnötig auslösen.
Praxishinweis
Stromzange mit Einschaltfunktion verwenden; Sicherungscharakteristik und Startdauer prüfen.
Beispiel
Eine Pumpe mit 4 A Nennstrom zieht beim Direktstart kurzzeitig 20 A.
Montagehinweis
Leitungen, Schütze und Schutzgeräte auf Startbedingungen auslegen.
Sicherheitshinweis
Überbrückung oder Überdimensionierung von Schutzorganen kann Brandgefahr erzeugen.