Hydraulik, Rohrnetz und Pumpen · Hydraulischer Abgleich
Auslegungsvolumenstrom
Für einen definierten Auslegungsfall benötigter Volumenstrom zur Übertragung einer vorgegebenen Wärme- oder Kälteleistung.
Auch gesucht als: Sollvolumenstrom
Auslegungsvolumenstrom
Einfach erklärt
Der Auslegungsvolumenstrom ist die Wassermenge, die im ungünstigsten geplanten Betriebsfall durch einen Kreis fließen soll. Er ergibt sich aus Leistung, Temperaturspreizung und Wärmeeigenschaften des Mediums.
Fachbeschreibung
Für Wasser kann der Volumenstrom aus Q̇ = P/(ρ · c_p · ΔT) bestimmt werden. In der Heiztechnik wird häufig mit vereinfachten Faktoren gerechnet; maßgebend bleiben Medium und mittlere Temperatur. Der Auslegungsvolumenstrom dient zur Dimensionierung von Rohrleitungen, Ventilen, Pumpen und Wärmetauschern. Er ist kein beliebiger Maximalwert, sondern gehört zu einem definierten Last- und Temperaturzustand. Ändert sich die Spreizung, ändert sich bei gleicher Leistung der erforderliche Volumenstrom umgekehrt proportional.
Praxishinweis
Leistung und Spreizung nicht aus unterschiedlichen Betriebsfällen mischen. Bei Wärmepumpen und Flächenheizungen Mindest- beziehungsweise Nennvolumenströme des Herstellers zusätzlich prüfen.
Beispiel
Für 10 kW Heizleistung bei 10 K Spreizung werden mit Wasser näherungsweise 0,86 m³/h benötigt.