Heizung und Wärmeerzeugung · Wärmeerzeuger
Blockheizkraftwerk
Anlage zur gekoppelten Erzeugung von elektrischer Energie und nutzbarer Wärme aus einem gemeinsamen Brennstoff.
Auch gesucht als: BHKW
Einfach erklärt
Ein Blockheizkraftwerk, kurz BHKW, treibt mit einem Motor, einer Turbine oder einer Brennstoffzelle einen Generator an. Der entstehende Strom wird genutzt oder eingespeist; die gleichzeitig anfallende Wärme versorgt Heizung und Trinkwassererwärmung.
Fachbeschreibung
Ein BHKW arbeitet nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung. Während bei einer reinen Stromerzeugung ein großer Teil der Abwärme ungenutzt bleibt, wird sie im BHKW über Kühlwasser-, Abgas- und gegebenenfalls Ölkreisläufe auf das Heizsystem übertragen. Für einen wirtschaftlichen Betrieb ist eine hohe Zahl nutzbarer Betriebsstunden wichtig; deshalb wird die Anlage häufig wärmegeführt ausgelegt und deckt die Grundlast. Spitzenlasten übernimmt ein zusätzlicher Wärmeerzeuger. Wichtige Kenngrößen sind elektrische und thermische Leistung, Gesamtwirkungsgrad, Stromkennzahl, Brennstoffverbrauch, Laufzeit und Zahl der Starts. Ein Wärmespeicher kann die Laufzeiten verlängern, entkoppelt aber nicht von einer sorgfältigen hydraulischen und regelungstechnischen Planung.
Praxishinweis
Bei der Beurteilung nicht nur den Stromerlös, sondern auch Wärmebedarf, Rücklauftemperatur, Laufzeiten, Wartungskosten und Ersatzstrombezug betrachten. Häufige Starts und kurze Laufzeiten sprechen für eine ungünstige Dimensionierung oder Betriebsstrategie.
Beispiel
Ein BHKW liefert 20 kW elektrische und 40 kW thermische Leistung. Benötigt das Gebäude dauerhaft mindestens 40 kW Wärme, kann das Aggregat lange durchlaufen; fällt der Wärmebedarf deutlich darunter, muss es modulieren, abschalten oder Wärme zwischenspeichern.
Montagehinweis
Hydraulische Einbindung, Mindestvolumenstrom, Pufferspeicher, Abgasführung, Schallschutz, Brennstoffversorgung und Netzanschluss müssen als Gesamtsystem geplant werden.
Sicherheitshinweis
Arbeiten an Brennstoff-, Abgas- und Elektroanlage gehören in qualifizierte Hände. Schutz-, Netz- und Abschaltfunktionen dürfen nicht überbrückt werden.