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Mess-, Steuer- und Regelungstechnik · Fernwartung und Monitoring

Datenlogging

Zeitlich geordnete Aufzeichnung von Messwerten, Betriebszuständen, Sollwerten und Ereignissen zur späteren Auswertung und Dokumentation.

Fachbereich: Mess-, Steuer- und Regelungstechnik Kategorie: Fernwartung und Monitoring

Einfach erklärt

Beim Datenlogging speichert die Anlage regelmäßig oder bei Veränderungen wichtige Werte. So lässt sich später erkennen, wie sich beispielsweise Temperaturen, Drücke, Energieverbräuche oder Pumpenzustände entwickelt haben. Eine solche Aufzeichnung hilft, Fehler zu finden, den Anlagenbetrieb zu beurteilen und Einstellungen zu optimieren.

Fachbeschreibung

Datenlogging bezeichnet die strukturierte Speicherung technischer Prozessdaten mit zugehörigem Zeitstempel. Erfasst werden können analoge Messwerte, Sollwerte, digitale Zustände, Zählerstände, Betriebsstunden, Stellgrößen, Störungen und Bedienereingriffe. Die Aufzeichnung kann in festen Zeitabständen, bei einer Wertänderung, beim Überschreiten einer Abweichung oder ereignisgesteuert erfolgen. Ein kurzes Speicherintervall liefert eine hohe zeitliche Auflösung, erzeugt jedoch größere Datenmengen. Ein zu langes Intervall kann schnelle Vorgänge und kurzzeitige Fehler vollständig übersehen. Bei einer Änderungsspeicherung wird ein neuer Wert erst abgelegt, wenn sich der Messwert um einen festgelegten Betrag verändert. Dieses Totband reduziert die Datenmenge, muss aber zur Dynamik und Genauigkeit des überwachten Prozesses passen. Für eine spätere Auswertung müssen Datenpunkt, Einheit, Skalierung, Messbereich, Zeitstempel und Anlagenzustand eindeutig zugeordnet sein. Eine Zahlenreihe ohne diese Zusatzinformationen kann leicht falsch interpretiert werden. Die Aufzeichnung selbst bestätigt nicht die Richtigkeit eines Messwertes. Ein falsch montierter, unkalibrierter oder falsch skalierter Sensor kann über lange Zeit fehlerhafte Werte plausibel protokollieren. Speicherdauer, Archivierung, Datensicherung und Zugriffsrechte sind entsprechend dem betrieblichen Zweck festzulegen. Bei personenbezogenen oder nutzerbezogenen Daten müssen zusätzlich die dafür geltenden Anforderungen berücksichtigt werden.

Praxishinweis

Vor einer Fehleranalyse prüfen, ob Zeit, Einheit und Skalierung der gespeicherten Werte korrekt sind. Mehrere zusammengehörige Datenpunkte gemeinsam darstellen, beispielsweise Sollwert, Istwert, Ausgangssignal und tatsächlichen Betriebszustand. Das Speicherintervall an den untersuchten Vorgang anpassen. Für langsam veränderliche Raumtemperaturen können mehrere Minuten ausreichen. Für schnelle Druckschwankungen oder kurze Schaltvorgänge kann ein deutlich kürzeres Intervall erforderlich sein. Bei fehlenden Daten Kommunikationsunterbrechungen, Speicherplatz, Aufzeichnungsfreigabe und Zeitstempel prüfen.

Beispiel

Eine Heizungsanlage zeichnet alle fünf Minuten Außentemperatur, Vorlauf-Sollwert, Vorlauf-Istwert, Brennerstatus und Pumpendrehzahl auf. In der Trenddarstellung ist erkennbar, dass der Vorlauf-Sollwert nachts korrekt abgesenkt wird, der Brenner jedoch weiterhin häufig startet. Durch den Vergleich der aufgezeichneten Werte kann anschließend gezielt nach der Ursache für das Takten gesucht werden.

Montagehinweis

Während der Inbetriebnahme Datenpunktnamen, Einheiten, Aufzeichnungsart, Speicherintervall und Totband eindeutig festlegen. Die Zeitsynchronisation aller beteiligten Regler, Gateways und Server kontrollieren. Für wichtige Langzeitdaten ein Sicherungs- und Archivierungskonzept vorsehen. Speichergrenzen und automatische Datenlöschung müssen bekannt und dokumentiert sein.

Sicherheitshinweis

Datenlogging ist eine Beobachtungs- und Diagnosefunktion und ersetzt keine direkte Sicherheitsüberwachung oder Schutzabschaltung. Zugriff auf gespeicherte Anlagen- und Nutzungsdaten nur berechtigten Personen ermöglichen. Fernzugriffe, Exportdateien und Sicherungen gegen unbefugten Zugriff schützen.

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