Wärmeverteilung und Heizflächen · Wand- und Deckenheizung
Deckenheizung
Flächenheizung, bei der Rohrregister oder elektrische Heizelemente in oder unter der Decke Wärme überwiegend durch Strahlung abgeben.
Einfach erklärt
Eine warme Decke strahlt Wärme auf Personen und Oberflächen im Raum. Da keine Stellfläche benötigt wird, bleibt die Raumgestaltung frei.
Fachbeschreibung
Deckenheizungen können nass eingeputzt, in Trockenbauplatten integriert oder als abgehängte Module ausgeführt werden. Der Strahlungsanteil ist hoch; die Raumluft wird indirekt mit erwärmt. Leistung und Behaglichkeit hängen von mittlerer Oberflächentemperatur, aktiver Fläche, Raumhöhe und Abschattung ab. Deckenflächen können häufig auch zur Kühlung verwendet werden, wobei der Taupunkt begrenzt werden muss. Leuchten, Einbauten und Akustikelemente reduzieren aktive Fläche.
Praxishinweis
Vor Bohren oder Nachrüsten Leitungsplan verwenden. Bei geringer Leistung aktive Fläche, Vorlauftemperatur, Luft im Kreis und Deckenaufbau prüfen.
Beispiel
Ein Büro wird mit 32 °C mittlerer Deckenoberfläche beheizt; Personen empfinden die Strahlung auch bei moderater Lufttemperatur als angenehm.
Montagehinweis
Register lagegenau dokumentieren, Dehnfugen und Einbauten berücksichtigen. Gute thermische Anbindung an die Sichtfläche sicherstellen.
Sicherheitshinweis
Bohrungen können Rohrleitungen treffen; bei Kühlbetrieb Kondensationsschutz zwingend vorsehen.