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Mess-, Steuer- und Regelungstechnik · Datenpunkte und Signale

Digitalausgang

Binärer Ausgang eines Reglers oder Steuergerätes, der einen von zwei definierten Zuständen wie Ein oder Aus ausgibt.

Fachbereich: Mess-, Steuer- und Regelungstechnik Kategorie: Datenpunkte und Signale

Auch gesucht als: DO

Einfach erklärt

Ein Digitalausgang gibt einen eindeutigen Schaltzustand aus. Er kann beispielsweise eine Pumpe freigeben, ein Ventil öffnen, eine Warnleuchte einschalten oder eine Betriebsmeldung an ein anderes System weitergeben. Anders als ein Analogausgang überträgt er keinen stufenlosen Wert. Er kennt grundsätzlich nur zwei Zustände, beispielsweise 0 und 1 oder Aus und Ein.

Fachbeschreibung

Digitalausgänge übertragen binäre Steuerbefehle oder Zustandsmeldungen. Je nach Gerät können sie als Relaiskontakt, Transistorausgang, Open-Collector-Ausgang oder spannungsführender Schaltausgang ausgeführt sein. Ein Relaisausgang schaltet über mechanische Kontakte. Elektronische Digitalausgänge arbeiten verschleißarm und schnell, besitzen jedoch meist klar festgelegte Spannungs-, Strom- und Polaritätsgrenzen. Manche Ausgänge schalten die positive Versorgung, andere stellen eine Verbindung zur Masse her. Digitalausgänge werden für Freigaben, Stufenanforderungen, Auf-Zu-Befehle, Pumpen- und Ventilatoransteuerungen sowie Betriebs- und Störmeldungen verwendet. Für einen Dreipunktantrieb werden häufig zwei getrennte Digitalausgänge benötigt: einer für Öffnen und einer für Schließen. Der logische Zustand in der Software muss nicht immer direkt der gemessenen Spannung entsprechen. Entscheidend sind Ausgangsart, Verdrahtung, externe Versorgung und Parametrierung.

Praxishinweis

Bei der Fehlersuche zuerst prüfen, ob die Software den Ausgang tatsächlich anfordert. Danach Ausgangsart, Versorgungsspannung und Signal direkt an der Ausgangsklemme messen. Ist das Signal am Regler vorhanden, aber nicht am Zielgerät, liegt der Fehler wahrscheinlich in Verdrahtung, Sicherung oder Zwischenkomponenten. Ist kein Signal vorhanden, sind Freigabebedingungen, Verriegelungen, Parametrierung und Ausgangsmodul zu kontrollieren.

Beispiel

Ein Regler schaltet über einen 24-Volt-Digitalausgang die Freigabe einer Lüftungsanlage. Liegt die Freigabe an, erhält der entsprechende Eingang der Anlage 24 Volt. Ohne Freigabe liegt dort kein aktives Signal an. Die eigentliche Motorleistung des Ventilators wird nicht über diesen Digitalausgang übertragen. Er übermittelt nur den Steuerbefehl.

Montagehinweis

Vor dem Anschluss feststellen, ob der Ausgang potenzialfrei, spannungsführend oder als elektronischer Schaltausgang ausgeführt ist. Zulässige Spannung, Strombelastung und Polarität beachten. Verbraucher mit höherer Leistung über ein geeignetes Koppelrelais oder Schütz ansteuern. Bei Dreipunktantrieben eine gleichzeitige Ansteuerung von Öffnen und Schließen sicher ausschließen.

Sicherheitshinweis

An Digitalausgängen und angeschlossenen Zwischenrelais können unterschiedliche Spannungen anliegen. Vor Verdrahtungsarbeiten sämtliche beteiligten Stromkreise freischalten und die Spannungsfreiheit feststellen.

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