Sanitär und Trinkwasser · Wasserbehandlung
Dosierung
Kontrollierte Zugabe eines Stoffes in einen Wasserstrom in festgelegter Konzentration oder Menge.
Einfach erklärt
Eine Dosieranlage gibt dem Wasser sehr kleine, genau eingestellte Mengen eines Mittels zu, beispielsweise zum Korrosionsschutz oder zur Desinfektion.
Fachbeschreibung
Dosiersysteme bestehen aus Vorratsbehälter, Pumpe, Impuls- oder Durchflusssteuerung, Impfpunkt und Überwachung. Dosierstoff, Zulässigkeit und Konzentration müssen zum Zweck und zur Wasserbeschaffenheit passen. Unterdosierung bleibt wirkungslos, Überdosierung kann Werkstoffe, Gesundheit und Abwasser belasten. Bei proportionaler Dosierung folgt die Fördermenge dem Wasserverbrauch. Chemikalienbestände und Pumpenfunktion müssen überwacht werden.
Praxishinweis
Dosierkonzentration analytisch prüfen, nicht nur Pumpeneinstellung ablesen. Leere Gebinde, Luft in Saugleitung und verklebte Ventile sind häufige Fehler.
Beispiel
Ein Wasserzähler liefert Impulse; die Dosierpumpe gibt pro Impuls eine definierte Menge Wirkstoff in die Leitung.
Montagehinweis
Impfstelle, Rückschlagventile und Werkstoffe nach Herstellerangabe ausführen. Chemikalien sicher lagern.
Sicherheitshinweis
Sicherheitsdatenblatt, persönliche Schutzausrüstung und Verwechslungsgefahr beachten.