Wärmepumpen und Kältetechnik · Wärmequellen
Erdsonde
Vertikaler, im Bohrloch installierter Wärmeübertrager zur Nutzung des Erdreichs als Wärmequelle oder Wärmesenke.
Einfach erklärt
Eine Erdsonde besteht meist aus Kunststoffrohren, durch die Sole zirkuliert. Sie nimmt im Winter Wärme aus dem Boden auf und kann im Sommer Wärme zurückführen.
Fachbeschreibung
Die Auslegung hängt von geologischen und hydrogeologischen Verhältnissen, Bohrtiefe, Sondenabstand, Wärmeleitfähigkeit, zulässiger Entzugsleistung und jährlicher Energiebilanz ab. Das Bohrloch wird wärmeleitend und grundwasserschützend verpresst. Zu hohe Entzugslasten können den Untergrund langfristig auskühlen. Genehmigungen und Bohranforderungen sind regional unterschiedlich. Der Solekreis muss dicht, entlüftet und gegen Frost geschützt sein.
Praxishinweis
Langzeittemperaturen und Druck im Solekreis beobachten. Ungewöhnlicher Druckverlust kann auf Undichtigkeit hinweisen.
Beispiel
Zwei 100-m-Sonden versorgen eine Wärmepumpe. Reicht die Regeneration im Sommer nicht aus, sinken die Soletemperaturen über Jahre.
Montagehinweis
Bohrung, Verpressung, Anbindung, Verteiler und Frostschutz durch qualifizierte Fachunternehmen ausführen.
Sicherheitshinweis
Bohrungen können Grundwasserstockwerke beeinflussen; wasserrechtliche Vorgaben und Druckprüfung sind zwingend.