Elektrotechnik im SHK · Elektrische Schutzmaßnahmen
Fehlerstromschutzschalter
Schutzeinrichtung, die einen Stromkreis abschaltet, wenn zwischen hin- und zurückfließendem Strom eine unzulässige Differenz erkannt wird.
Auch gesucht als: FI-Schalter, FI-Schutzschalter, Fehlerstrom-/Differenzstrom-Schutzschalter, Fehlerstrom-Schutzschalter, RCCB
Einfach erklärt
Ein Fehlerstromschutzschalter vergleicht die Ströme der aktiven Leiter. Fließt Strom über einen unerwünschten Weg ab, kann er den Stromkreis schnell abschalten.
Fachbeschreibung
Ein Fehlerstromschutzschalter ohne eingebauten Überstromschutz wird fachlich als RCCB bezeichnet. RCD ist der Oberbegriff für Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen; Geräte mit integriertem Überstromschutz werden als RCBO bezeichnet. Ein RCCB erfasst den Differenzstrom zwischen den durch seine Messeinrichtung geführten aktiven Leitern. Überschreitet dieser den festgelegten Bemessungsdifferenzstrom, erfolgt die Abschaltung. Auswahl und Einsatz richten sich unter anderem nach Netzform, Stromkreis, Verbraucher, Typ, Bemessungsstrom und Bemessungsdifferenzstrom. Ein RCCB ersetzt weder den erforderlichen Überstromschutz noch einen erforderlichen Schutzleiter.
Praxishinweis
Bei wiederholter Auslösung nicht einfach wieder einschalten, sondern angeschlossene Verbraucher und Stromkreise systematisch auf Fehlerströme beziehungsweise Isolationsfehler prüfen.
Beispiel
Bei einem Isolationsfehler einer elektrisch betriebenen Umwälzpumpe kann ein Fehlerstromschutzschalter den betroffenen Stromkreis abschalten.
Montagehinweis
RCD-Typ, Polzahl, Bemessungsstrom, Bemessungsdifferenzstrom, Vorsicherung und Anschluss entsprechend Planung, Herstellerangaben und geltenden Anforderungen auswählen.
Sicherheitshinweis
Arbeiten an elektrischen Anlagen dürfen nur durch entsprechend qualifizierte Elektrofachkräfte durchgeführt werden. Schutzorgane dürfen nicht überbrückt oder durch ungeeignete Geräte ersetzt werden.