Heizung und Wärmeerzeugung · Heizkessel und Brenner
Feuerungsautomat
Steuer- und Überwachungsgerät, das den sicheren Start, Betrieb und die Abschaltung einer Feuerung kontrolliert.
Feuerungsautomat
Einfach erklärt
Der Feuerungsautomat gibt nacheinander Gebläse, Zündung und Brennstoffventile frei. Er prüft dabei, ob die Flamme zur richtigen Zeit entsteht und bestehen bleibt; andernfalls sperrt er die Feuerung.
Fachbeschreibung
Ein Feuerungsautomat führt eine festgelegte Start- und Sicherheitsfolge aus. Typische Schritte sind Ruhekontrolle, Vorbelüftung, Zündfreigabe, Öffnen des Brennstoffventils, Sicherheitszeit, Flammennachweis und Übergang in den Regelbetrieb. Die Flamme wird je nach Brenner über Ionisationsstrom, UV-Sensor, Fotowiderstand oder andere Flammenwächter überwacht. Bleibt der Flammennachweis aus oder verschwindet er im Betrieb, schließt der Automat die Brennstoffzufuhr und geht abhängig von Bauart und Fehler in Wiederanlauf oder Störverriegelung. Die konkrete Sequenz, Zeiten und Freigabebedingungen sind gerätespezifisch.
Praxishinweis
Fehlerdiagnose immer entlang der Startsequenz durchführen: Welche Freigabe fehlt, welcher Ausgang wird geschaltet, entsteht eine Flamme und wird sie erkannt? Fehlercode, Messwerte und Herstellerablaufplan gemeinsam verwenden.
Beispiel
Bei einem Gasbrenner läuft zuerst das Gebläse zur Vorbelüftung. Danach werden Zündung und Gasventil freigegeben. Erkennt die Ionisationselektrode innerhalb der Sicherheitszeit keine Flamme, wird das Gasventil geschlossen und eine Störung gesetzt.
Montagehinweis
Stecker, Codierungen, Elektrodenabstände und Leitungsführung nach Herstellervorgabe ausführen. Ein Feuerungsautomat ist kein frei austauschbares Universalbauteil.
Sicherheitshinweis
Störverriegelungen nicht wiederholt zurücksetzen, ohne die Ursache zu prüfen. Brennstoff kann sich sonst unkontrolliert ansammeln oder Bauteile können beschädigt werden.