Heizung und Wärmeerzeugung · Betriebsweisen und Betriebszustände
Frostschutzbetrieb
Automatische Betriebsart, die bei niedrigen Temperaturen Frostschäden an Anlage oder Gebäude verhindern soll.
Auch gesucht als: Frostschutzmodus
Frostschutzbetrieb
Einfach erklärt
Im Frostschutzbetrieb hält die Regelung bestimmte Anlagenteile auf einer Mindesttemperatur. Dazu können Pumpen laufen, Ventile öffnen oder der Wärmeerzeuger kurz einschalten.
Fachbeschreibung
Frostschutzfunktionen überwachen je nach Anlage Außen-, Raum-, Vorlauf-, Speicher- oder Gerätetemperaturen. Wird ein festgelegter Grenzwert unterschritten, aktiviert die Regelung Schutzmaßnahmen. Dabei ist zwischen Gerätefrostschutz und Gebäudefrostschutz zu unterscheiden: Der interne Schutz eines Wärmeerzeugers schützt nicht automatisch entfernte Rohrleitungen, Heizflächen oder unbeheizte Gebäudeteile. Stromversorgung, Brennstoff, offene Ventile und funktionsfähige Pumpen sind Voraussetzungen. Bei Wärmepumpen können zusätzlich Heizstab, Solekreis oder Abtau- und Umwälzfunktionen beteiligt sein.
Praxishinweis
Frostschutz nicht mit vollständiger Abschaltung verwechseln. Vor längerer Abwesenheit Energieversorgung, Anlagendruck, Störweiterleitung und tatsächlich geschützte Bereiche prüfen.
Beispiel
Ein Ferienhaus steht im Winter auf Absenkbetrieb. Sinkt die gemessene Vorlauftemperatur unter den Schutzwert, startet die Heizkreispumpe und bei Bedarf der Wärmeerzeuger.
Montagehinweis
Frostgefährdete Leitungen dämmen oder entleeren; allein auf Reglerfunktionen sollte man sich bei außenliegenden oder unbeheizten Strecken nicht verlassen.
Sicherheitshinweis
Eine deaktivierte oder spannungslose Anlage besitzt keinen aktiven Frostschutz. Eingefrorene Leitungen können bersten und beim Auftauen große Wasserschäden verursachen.