Wärmepumpen und Kältetechnik · Wärmequellen
Grundwasserbrunnen
Brunnenanlage, die Grundwasser als Wärmequelle nutzt und es nach der Wärmeentnahme wieder in den Untergrund einleitet.
Einfach erklärt
Eine Grundwasser-Wärmepumpe fördert Wasser aus einem Saugbrunnen, entzieht Wärme und führt es über einen Schluckbrunnen zurück.
Fachbeschreibung
Grundwasser besitzt oft relativ konstante Temperaturen und ermöglicht hohe Wärmepumpeneffizienz. Voraussetzung sind ausreichende Ergiebigkeit und geeignete Wasserqualität. Eisen, Mangan, Sauerstoffeintrag oder Ausfällungen können Brunnen und Wärmetauscher zusetzen. Saug- und Schluckbrunnen müssen hydraulisch so angeordnet werden, dass abgekühltes Wasser nicht zu schnell zum Förderbrunnen zurückströmt. Genehmigung, Probebohrung, Pumpversuch und Wasseranalyse sind erforderlich.
Praxishinweis
Fördermenge, Temperatur, Druckverlust und Wasserqualität regelmäßig kontrollieren. Sinkende Ergiebigkeit kann auf Verockerung oder Brunnenalterung hindeuten.
Beispiel
Ein Brunnen liefert 2,5 m³/h bei 10 °C. Nach dem Wärmetauscher wird das Wasser mit etwa 6 °C in einen getrennten Schluckbrunnen eingeleitet.
Montagehinweis
Unterwasserpumpe, Filter, Wärmetauscher und Rückführung wartungszugänglich ausführen; Kurzschlussströmung vermeiden.
Sicherheitshinweis
Grundwasser darf nicht verunreinigt werden. Arbeiten und Einleitung nur nach behördlicher Genehmigung.