← Zurück zur Lexikonübersicht

Abwasser und Entwässerung · Bemessung und Gefälle

Mindestgefälle

Kleinste erforderliche Neigung einer Freispiegelleitung, um ausreichenden Abfluss und Feststofftransport zu unterstützen.

Fachbereich: Abwasser und Entwässerung Kategorie: Bemessung und Gefälle

Auch gesucht als: Mindestgefaelle

Technische Fachgrafik zum Lexikonbegriff Mindestgefälle: Rohrprofil mit Prozentgefälle, Höhenunterschied und einer problematischen Senke.

Mindestgefälle

Rohrprofil mit Prozentgefälle, Höhenunterschied und einer problematischen Senke.

Einfach erklärt

Abwasserleitungen brauchen Gefälle, damit Wasser und Feststoffe durch Schwerkraft abfließen. Zu wenig Gefälle begünstigt Ablagerungen.

Fachbeschreibung

Das erforderliche Gefälle hängt von Leitungstyp, Nennweite, Abfluss, Füllungsgrad und Regelwerk ab. Zu starkes Gefälle löst nicht jedes Problem; bei kleinen Abflüssen kann Wasser den Feststoffen vorauseilen. Entscheidend sind eine gleichmäßige Leitungsführung, richtige Dimension und ausreichende Schleppwirkung. Gegengefälle und Senken sind besonders problematisch.

Praxishinweis

Gefälle über die gesamte Strecke messen. Lokale Durchbiegungen können trotz korrektem Anfangs- und Endpunkt Wasser stehen lassen.

Beispiel

Eine 10 m lange Leitung mit 1 % Gefälle besitzt 10 cm Höhenunterschied.

Montagehinweis

Rohr dauerhaft und mit passenden Abständen befestigen; Setzungen vermeiden.

Sicherheitshinweis

Bei Arbeiten in Schächten Absturz- und Gasgefahr beachten.

HornSoft