Sanitär und Trinkwasser · Trinkwasserhygiene
Stagnation
Längerer Stillstand von Trinkwasser in Leitungen oder Bauteilen ohne ausreichenden Wasserwechsel.
Stagnation
Einfach erklärt
Steht Wasser lange, verändert sich seine Qualität. Es erwärmt oder kühlt sich an die Umgebung an, Desinfektionswirkung nimmt ab und Mikroorganismen können sich vermehren.
Fachbeschreibung
Stagnation wird durch seltene Nutzung, überdimensionierte Leitungen, Totleitungen, Speicherbereiche oder stillgelegte Anlagenteile begünstigt. Neben mikrobiellen Risiken können Metalle und andere Werkstoffe stärker in das Wasser übergehen. Entscheidend sind Dauer, Temperatur, Werkstoffe und Ausgangsqualität. Regelmäßiger vollständiger Wasserwechsel begrenzt das Risiko; bloß kurzes Öffnen einer Armatur reicht bei langen Leitungen nicht immer aus.
Praxishinweis
Stagnationsbereiche baulich vermeiden. Bei wiederkehrenden Problemen Leitungslängen, Nennweiten und tatsächliche Nutzung prüfen.
Beispiel
Nach einem mehrwöchigen Urlaub wird das Wasser in den Leitungen zunächst vollständig ausgetauscht, bevor es zum Trinken verwendet wird.
Montagehinweis
Nicht mehr benötigte Leitungen möglichst nahe am durchströmten Abzweig trennen.
Sicherheitshinweis
Bei Verdacht auf hygienische Belastung geeignete Fachstellen einbeziehen.