Wärmepumpen und Kältetechnik · Kältekreislauf
Verdampfer
Wärmetauscher, in dem Kältemittel bei niedrigem Druck verdampft und dabei Wärme aus einer Quelle aufnimmt.
Einfach erklärt
Im Verdampfer wird das Kältemittel gasförmig. Die dafür benötigte Wärme entzieht es der Außenluft, Sole, dem Grundwasser oder der Raumluft.
Fachbeschreibung
Das Kältemittel tritt als Flüssigkeits-Dampf-Gemisch ein, nimmt Wärme auf und verlässt den Verdampfer üblicherweise leicht überhitzt. Wärmeübertragung, Verdampfungstemperatur, Massenstrom und Verschmutzung bestimmen die Leistung. Bei Luftverdampfern kann die Oberfläche unter 0 °C sinken und Feuchte als Eis anfrieren; dann ist Abtauung notwendig. Bei Plattenwärmetauschern sind Frostschutz, Strömungsverteilung und Mindestvolumenstrom wichtig.
Praxishinweis
Quelleneintritt und -austritt, Kältemitteldrücke und Überhitzung vergleichen. Verschmutzte Lamellen oder geringer Quellenvolumenstrom mindern die Leistung.
Beispiel
Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe entzieht 2 °C kalter Außenluft Wärme; der Verdampfer kann dabei deutlich unter 0 °C liegen und bereifen.
Montagehinweis
Luftwege frei halten, Kondensat und Abtauwasser ableiten; bei Sole/Wasser-Systemen Frostschutzkonzentration beachten.
Sicherheitshinweis
Lamellen sind scharf; Ventilatoren und Kältemittelkreis vor Arbeiten sichern.