Heizung und Wärmeerzeugung · Sicherheitseinrichtungen
Wassermangelsicherung
Sicherheitseinrichtung, die einen Wärmeerzeuger bei unzureichender Wasserfüllung oder fehlender Wärmeabfuhr abschaltet.
Einfach erklärt
Fehlt Wasser im Kessel oder kann die Wärme nicht abgeführt werden, könnten Heizflächen überhitzen. Die Wassermangelsicherung erkennt diesen Zustand direkt oder indirekt und sperrt den Wärmeerzeuger.
Fachbeschreibung
Wassermangelsicherungen schützen insbesondere Wärmeerzeuger, deren beheizte Flächen bei zu niedrigem Wasserstand gefährlich überhitzen können. Je nach Bauart arbeiten sie als Schwimmer-, Elektroden-, Druck- oder Temperaturüberwachung. Moderne Geräte können vergleichbare Schutzfunktionen auch konstruktiv und elektronisch über Drucksensoren, Temperaturfühler und Plausibilitätsprüfungen erfüllen. Entscheidend ist, welche Schutzfunktion der Hersteller und das Anlagenkonzept verlangen. Eine Auslösung kann durch echten Wasserverlust, Luftpolster, zu niedrigen Fülldruck, verstopfte Verbindungsleitungen, defekte Sensoren oder fehlenden Volumenstrom verursacht werden.
Praxishinweis
Nach einer Auslösung nicht nur Wasser nachfüllen. Ursache für Druckverlust, Luft, fehlenden Durchfluss oder Sensorfehler ermitteln und Dichtheit prüfen.
Beispiel
Sinkt der Anlagendruck durch eine Leckage stark ab, erkennt die Überwachung den unzulässigen Zustand und verhindert den Brennerstart.
Montagehinweis
Mess- oder Verbindungsleitungen frei von Absperrungen und Ablagerungen halten. Einbaulage, Prüfmöglichkeit und elektrische Verriegelung nach Herstellerangabe ausführen.
Sicherheitshinweis
Schutzkontakte nicht überbrücken. Trockenbetrieb kann Wärmeerzeuger zerstören und zu Brand- oder Berstgefahr führen.