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Sanitär · Entwässerung

Abwasser-Verlegung & Befestigung

Typische Verlegefehler erkennen und den erforderlichen Befestigungsbedarf überschlägig ermitteln.

✓ Leitungsführung i Schallschutz # Schellenbedarf
Praxisorientierte Lernvisualisierung Anschlüsse · Gefälle · Befestigung · Revision

Verlegehinweise

Typische Fehler vermeiden.

Vereinfachte Lernhilfe. Maßgebend bleiben die geltenden technischen Regeln und Herstellerangaben des Rohrsystems.

01
Anschlussführung

Abzweige und Richtungsänderungen strömungsgünstig anordnen.

Verlegehinweise anzeigen
  • Anschlüsse an Fallleitungen möglichst strömungsgünstig in Fließrichtung einbinden.
  • Ungünstige Anschlüsse können Verwirbelungen, Fremdeinspülungen, Geräusche und Ablagerungen begünstigen.
  • Formstück und Anschlussgeometrie passend zu Rohrsystem und Einbausituation auswählen.
  • Bei mehrgeschossigen Gebäuden untere Anschlusszonen, Umlenkbereiche und mögliche Druckzonen besonders prüfen.
Anschluss an die Fallleitung

Anschlüsse müssen mit dafür vorgesehenen Formstücken strömungsgünstig und entsprechend der Fließrichtung ausgeführt werden.

Eine pauschale Bewertung einzelner Winkel ist nicht zulässig. Maßgebend sind Rohrsystem, Formstückgeometrie, Einbausituation, Herstellerunterlagen und technische Regeln.

Anschlussarten dürfen nicht pauschal nur über einen einzelnen Winkel bewertet werden. Maßgebend sind Systemlösung, Einbausituation, Herstellerunterlagen und geltende technische Regeln.

Bei mehrgeschossigen Gebäuden sind die unteren Anschlusszonen besonders sorgfältig zu planen. Je nach Gebäudehöhe, Leitungsführung und Rohrsystem können Beruhigungsstrecken oder gesonderte Anschlusszonen erforderlich sein.

01a
Fallleitungsfuß & Umlenkung

Fallleitungslänge, Umlenkung und anschlussfreie Bereiche gemeinsam betrachten.

Normorientierte Hinweise anzeigen

Für die Ausführung ist nicht die Anzahl der Vollgeschosse allein entscheidend, sondern die wirksame Länge der Fallleitung und die konkrete Leitungsführung.

Umlenkung am Fallleitungsfuß

Die Ausführung richtet sich nach der wirksamen Fallleitungslänge und der konkreten Leitungsführung.

Bei längeren Fallleitungen werden Umlenkungen aufgelöst ausgeführt. Anschlussfreie Bereiche und gegebenenfalls Umgehungsleitungen sind gesondert zu berücksichtigen.

Bereich 1 Fallleitung bis 10 m

Keine anschlussfreien Zonen. Eine Umlenkung unter 90° mit 88° ± 2° ist möglich. Empfohlen wird eine Umlenkung mit 2 × 45°.

Bereich 2 Über 10 m bis 22 m

Die Umlenkung wird mit 2 × 45°-Bögen und Zwischenstück aufgelöst. Anschlussfreie Bereiche im Umlenkungsbereich beachten.

Bereich 3 Über 22 m

Umgehungsleitungen sind erforderlich. Nach dem zulaufseitigen Bogen ist bei längeren Verziehungen beziehungsweise beim Übergang in die liegende Leitung eine anschlussfreie Zone von mindestens 1,5 m zu berücksichtigen.

Die genannten Regeln gelten für konventionelle Entwässerungssysteme. Hydraulisch optimierte Systemlösungen dürfen nur nach ihren jeweiligen Hersteller- und Planungsregeln ausgeführt werden.

Quelle und fachliche Vertiefung: Geberit Fachvortrag Abwasserhydraulik

02
Gefälle

Gleichmäßiges Gefälle herstellen und Rohrsenken vermeiden.

Verlegehinweise anzeigen
  • Leitungsverlauf ohne Gegengefälle und unerwünschte Tiefpunkte herstellen.
  • Durchbiegungen zwischen Befestigungen vermeiden.
  • Höhenlage von Anfangs- und Endpunkt vor der Montage kontrollieren.
  • Rohrsystem, Nennweite und Nutzung bei der Gefällefestlegung berücksichtigen.
Gefällerechner öffnen →
03
Schallschutz

Körperschallübertragung auf Wände und Decken reduzieren.

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  • Rohrschellen mit geeigneter Schalldämmeinlage verwenden.
  • Starre Rohrkontakte zum Baukörper vermeiden.
  • Wand- und Deckendurchführungen schalltechnisch entkoppeln.
  • Fallleitungen und Richtungsänderungen besonders sorgfältig befestigen.

Der erforderliche Schallschutz hängt vom Gebäude, der Nutzung und dem gewählten Rohrsystem ab.

04
Befestigung

Rohrschellen, Festpunkte und Gleitpunkte passend anordnen.

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  • Maximalen Befestigungsabstand des Herstellers einhalten.
  • Zusätzliche Befestigungen an Bögen, Abzweigen, Übergängen und Lastpunkten vorsehen.
  • Wärmeausdehnung sowie Fest- und Gleitpunkte berücksichtigen.
  • Waagerechte Leitungen gegen Durchbiegung und Senkenbildung sichern.
Befestigungsbedarf berechnen →
05
Revision

Reinigungsöffnungen dauerhaft erreichbar anordnen.

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  • Reinigungsöffnungen nicht dauerhaft verkleiden oder verbauen.
  • Genügend Arbeitsraum zum Öffnen und Reinigen vorsehen.
  • Zugänglichkeit nach Fertigstellung und Möblierung kontrollieren.
  • Kritische Richtungsänderungen und lange Leitungsabschnitte gesondert prüfen.

Lage und Anzahl der Reinigungsmöglichkeiten richten sich nach Leitungsführung und geltenden Vorgaben.

06
Durchdringungen

Brand-, Schall- und Feuchteschutz getrennt berücksichtigen.

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  • Deckendurchführungen nach Gebäudeklasse und Bauteilanforderung prüfen.
  • Nur zum Rohrsystem und Bauteil passende Abschottungssysteme verwenden.
  • Schallbrücken durch Mörtel- oder Betonkontakt vermeiden.
  • Feuchte- und Abdichtungsebenen fachgerecht anschließen.

Brandschutzabschottungen dürfen nur entsprechend ihrem Verwendbarkeitsnachweis ausgeführt werden.

Befestigungsbedarf

Rohrschellen überschlägig berechnen.

Maßgebend bleibt der zulässige Befestigungsabstand des verwendeten Rohrsystems und seiner Herstellerangaben.

1

Leitungsdaten

Leitungslänge und zulässigen Abstand eingeben.

Grundanzahl n = aufrunden(L ÷ a) + 1
Tatsächlicher Abstand aᵢ = L ÷ (n − 1)
Wichtiger Eingabewert

Der Befestigungsabstand wird nicht automatisch aus Material oder Nennweite abgeleitet. Verwende den zulässigen Wert des konkreten Rohrsystems.

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